Grundsätze
Meine Aussagen stützen sich auf wissenschaftliche Daten. Diese wissenschaftlichen Daten beschränken sich nicht auf Absorptions- und Wirkungsmechanismen von Mikronährstoffen, sondern beinhalten ebenfalls nachhaltige Aspekte. Lange habe ich überlegt, ob ich meine persönliche Überzeugung Teil von Fein verwurzelt werden lasse und bin zu dem Entschluss gekommen: Mein Unternehmen kann nicht funktionieren, wenn ich nicht zu 100% hinter jeder Aussage stehe.
Verschiedene Faktoren haben meine Weltanschauung beeinflusst. Meine Eltern sind Gärtner in Bioland-Betrieben – und das schon seit ich denken kann. Mein Heimathaus liegt neben einem konventionell geführten kleinen Kuhstall. Groß geworden bin ich umringt von jahrhunderte alten Bäumen und auf dem Ponyhof nebenan.
Mit 16 war ich das erste Mal im Regenwald. Mit 18 das erste Mal auf Weltreise. Mit 20 das erste Mal in Südostasien.
Mit 23 habe ich das Tauchen für mich entdeckt. All diese Erfahrungen haben meine tiefe Zuneigung und meinen höchsten Respekt vor der Natur wachsen lassen – durch positive und negative Erlebnisse.
Dabei sind auch Menschen Teil der Natur, sodass soziale Aspekte wie Lebensumstände und Arbeitsbedingungen nicht egal sind.
Artenschutz, Menschenrechte, Gewässerschutz – all das finden wir in unseren Lebensmitteln wieder.
Diese Seite ist gefüllt mit Hintergrundinformationen, warum ich biologisch erzeugte, saisonale und regionale Lebensmittel konventionellen vorziehe – und warum teilweise auch nicht. Darüber gibt es hier auch Unternehmens- und Produktempfehlungen, vielleicht findest du ja ein passendes Geschenk für dein Team zu Weihnachten oder einem anderen Anlass.
Diese Seite ist eine meiner Möglichkeiten Aufmerksamkeit für das Thema Umweltschutz und Menschenrechte zu generieren – und ich nutze sie mit voller Überzeugung. Ich führe kein perfekt nachhaltiges Leben, aber ich denke der Versuch der stetigen Verbesserung ist auch nicht verkehrt.
Biologisch erzeugte Lebensmittel
Bio-Lebensmittel sind nicht mit Chemikalien belastet, wie konventionelle Produkte es sein können. Rückstände auf den Lebensmitteln können im Körper Stress auslösen. Speziell auf das Immunsystem bezogen heißt das, dass es stärker aktiviert wird und dementsprechend die ihm zur Verfügung stehende Energie aufteilen muss. Besonders vor einer Operation ist es sinnvoll den Körper bestmöglich zu unterstützen. 1
Bio-Lebensmittel weisen einen signifikant höheren Gehalt an Antioxidantien auf, welche wiederum positiv entlastend auf das Immunsystem wirken. 1
Unabhängige Biosiegel (bspw. Demeter, Bioland, Naturland) haben sich selbst strenge Standards auferlegt. So gibt es bestimmte Richtlinien für die Fütterung von Tieren oder der Bodenpflege. Beides sehr interessante Punkte, denn die Fütterung von Tieren hat einen erheblichen Einfluss auf die Nährstoffzusammensetzung der resultierenden Produkte und der Boden ist mit seinen enthaltenen (oder eben auch nicht enthaltenen) Nährstoffen der Ursprung jedes natürlichen Lebensmittels. 2,3,4
Fleisch vom Bio-Rind, welches mit Gras gefüttert wurde, hat ein niedrigeres omega-6-Fettsäuren zu omega-3-Fettsäuren-Verhältnis im Gegensatz zu Rindfleisch von einem mit Getreide gefütterten Rind. Im Klartext heißt das, dass mehr antientzündlich wirksame omega-3-Fettsäuren nachgewiesen wurden. 5 Speziell auf den Mundraum kann gesagt werden, dass eine Ernährungsweise mit einen höheren Verhältnis der inflammatorisch wirksamen omega-6-Fettsäuren zu den antiinflammatorisch wirksamen omega-3-Fettsäuren mit mehr Krankheiten im Mundraum assoziiert werden. 6
Bio-Lebensmittel sind nicht immer besser als Lebensmittel von konventionellen Betrieben. Die Kartoffeln vom konventionellen Kleinbetrieb nebenan ergeben in meinen Augen mehr Sinn, als die mit dem EU-Siegel versehenen Bio-Kartoffeln aus der Türkei. Der Weg zu der für einen selbst richtigen Entscheidung ist wie immer die Kommunikation. Gespräche mit LebensmittelproduzentInnen sind sehr bereichernd, probiere es mal aus!
These
These
Brandt et al. stellten auf der Konferenz der 6. europäischen Sommerakademie für Biolandwirtschaft (2006) die These vor, dass der Inhalt an sekundären Pflanzenstoffen in biologisch erzeugten, frischen, pflanzlichen Lebensmitteln zwischen 10-50% höher ist als in konventionellen Vergleichsprodukten. Auf der Basis von epidemiologischen Untersuchungen kann angenommen werden, dass eine Verdopplung des konventionellen Gemüseverzehrs in einer Erhöhung der Lebenserwartung um 1-2 Jahre resultiert.
„Wenn die sekundären Pflanzenstoffe für diesen Effekt verantwortlich sind, dann müsste der Wechsel zu ökologisch produziertem Gemüse ohne Veränderung der Verzehrsmenge eine Lebensverlängerung von 1–12 Monaten bewirken.“ 7
Saisonale und regionale Lebensmittel
Meine Argumente für einen regionalen und saisonalen Fokus:
- Langsam gewachsene und reife Lebensmittel haben einen höheren Nährstoffgehalt, nachgewiesen u.a. für Antioxidanzien 8
- Weniger Nährstoffverlust bei geringerer Lagerzeit und kürzerem Transportweg
- Auswahl an unbekannteren und bunten Sorten – blaue, rote und gelbe Kartoffeln
- Geschmacksechter – milde Möhren oder intensiver Salat
- Günstigerer Preis
Saisonale und regionale Lebensmittel
Tiere als Lebensmittel
Ein sehr kontroverser Punkt und definitiv keiner in dem ich eine vollausgereifte Expertin bin. Man muss für sich selbst entscheiden, ob eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise das Richtige ist – sowohl auf gesundheitlicher als auch auf ethischer Basis.
Alle meine Ernährungsempfehlungen basieren auf vegetarischer oder vollwertig pflanzlicher Basis.
Besonders einen Podcast mit dem Ernährungsmediziner und Präsident des österreichischen Instituts für Ernährungsmedizin Dr. Kurt Widhalm kann ich dir empfehlen. Auf die gesundheitlichen Auswirkungen vom Fleischkonsum wird besonders in den Minuten 4-12 eingegangen. Die schriftliche Ausführung findest du hier. Unzählige Studien zu den Effekten einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise findest du auf NCBI.
Seefische sind zwar ein hervorrangender Lieferant für antientzündliche omega-3-Fettsäuren, aber die konventionelle Fischerei stellt ein riesiges Problem für die Ozeane dar. Als Hobbytaucherin ist mir dies mehrmals direkt vor Augen geführt worden. Eine sehr eindrucksvolle Dokumentation kam 2021 auf Netflix: Seaspiracy.
Nachhaltige Alternativen für den (Praxis-)Alltag
(Einmal-)Zahnbürsten: NatureBrush
Büromaterialien: Memo
Werbeartikel: Memo Werbeartikel
Zubehör wie Schlüsselanhänger aus alten Fischernetzen: Bracenet
Natürliche Lösungsansätze: Utopia
Infos und Rezepte zu vollwertig pflanzlicher Ernährung: isshappy
Naturkosmetik: Weleda
Nachhaltiger online Marktplatz: avocadostore
Obst & Gemüse aus Europa direkt vom Erzeuger: Crowd farming
Einpflanzbarer Kalender mit integrierten Samen: Der wachsende Kalender
Unbeauftragte, unbezahlte Werbung
Wissenschaftliche Nachweise
1 Barański M, Srednicka-Tober D, Volakakis N, et al. Higher antioxidant and lower cadmium concentrations and lower incidence of pesticide residues in organically grown crops: A systematic literature review and metaanalyses. Br J Nutr.
2014; 112 (5): 794-811
2 demeter-Richtlinien 1. Januar 2020, Artikel 7
3 Bioland-Richtlinien 25. November 2019, Artikel 3 & 4
4 Naturland-Richtlinien Ausgabe 05/2019, Artikel 3, 4 & 5
5 Daley CA, Abbott A, Doyle PS, Nader GA, and Larson S. A review of fatty acid profiles and antioxidant content in grass-fed and grain-fed beef. Nutr J. 2010:9(1):1
6 Iwasaki M, Taylor GW, Moynihan P, et al. Dietary ratio of n-6 to n-3 polyunsaturated fatty acids and periodontal disease in community-based older Japanese: a 3-year follow-up study. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids 2011; 85(2):
107-12
7 Brandt K, Lück L, Schmidt C, Seal C, Leifert C. Biologische Qualität: Mögliche Auswirkungen biologisch erzeugter Lebensmittel auf die Konsumentengesundheit. 6. Europäische Sommerakademie für Biolandwirtschaft, Konferenz B.
Tagungsband mit Kurzfassungen der Beiträge, 2006, S. 75
8 Robinson J. Eating on the Wild Side: The Missing Link to Optimum Health. New York, NY: Little Brown, Hachette; 2013