Katrin Kersting │0163 2161183 │ moin@feinverwurzelt.de │ Grasberg, Niedersachsen

Vitamin D und seine Bedeutung in der Zahnmedizin: Was Zahnärzt:innen wissen sollten

Was hat es mit diesem Vitamin D in der Zahnmedizin auf sich? Wenn du darauf hoffst, dass dieser Hype schneller vergeht als du es schaffst dir Zeit für die Recherche freizuschaufeln, dann muss ich dich enttäuschen. Mikronährstoffe sind kein Trend – sie sind eine Möglichkeit für Patienten ihre Gesundheit eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Und genau das kannst du dir als Zahnmediziner:in mit Vitamin D effektiv und wirtschaftlich zu nutzen machen.

vitamin D in der Zahnmedizin hat Bedeutung

 

Zu sehen ist eine ruppe MEnschen, die in der sonne steht und damit symbolisch steht für Risikogruppen für einen Vitamin D-Mangel, auch in der Zahnmedizin

Wen betrifft denn Vitamin D in der Zahnmedizin?

Um überhaupt zu wissen, wen du in deiner Zahnarztpraxis auf das Vitamin D-Thema ansprechen solltest, ist es hilfreich zu wissen, welche Patientengruppen besonders häufig von einem Vitamin D-Mangel betroffen sind. Trage dein eMail-Adresse ein und du bekommst eine Liste mit den Risikogruppen von mir für 0 € zugeschickt.

Funktion von Vitamin D in der Zahnmedizin

Vitamin D hat so eine Bedeutung für die Zahnmedizin, da es spannende Effekte im Knochenstoffwechsel und im Immunsystem hat. Seine Relevanz kommt vor allem daher, dass die Versorgungslage in Deutschland so schlecht ist, denn durchschnittlich befinden sich 30 % deiner Patienten dauerhaft im Vitamin-D-Mangelbereich.

Und genau auf diesen Mangelbereich konzentrieren sich auch die Studien, die die zahnmedizinische Bedeutung von Vitamin D untersuchen. Logisch, denn wenn ein Nährstoff in einem Mangel vorliegt wird der messbare Effekt einer Verbesserung immer stärker ausfallen, als wenn der Wert vorher okay war. Du kannst es dir vorstellen wie bei einem Auto: Ist der Tank fast leer, bist du gestresster eine Tankstelle zu finden, als wenn der Tank noch halb voll ist.

 

Funktion von Vitamin D in der Kariologie

Vitamin D und Calcium sind sozusagen verheiratet. Erst wenn aktives Vitamin D an Rezeptoren am Darm bindet, kann das Calcium aus unseren Lebensmitteln in die Blutlaufbahn aufgenommen werden (Randnotiz: Laut Nationaler Verzehr Studie II nehmen 50 % der Deutschen auch zu wenig Calcium zu sich, aber dazu mal mehr an anderer Stelle). Calcium wiederum hat als Baustein unserer Zähne eine kariesprotektive Wirkung. Da Vitamin D die Calciumaufnahme möglich macht, könnte man auch Vitamin D als kariesprotektiv einstufen. Ist ein bisschen um die Ecke gedacht, aber rein theoretisch schon logisch.

Klar ist, dass kariesfreie Kinder doppelt so oft in der Gruppe mit optimalen Vitamin-D-Konzentrationen (in dieser Studie definiert als Wert > 30 ng/ml) waren und Kinder mit einer schweren Karies ein nahezu dreifaches Risiko für mangelhafte Vitamin-D-Werte (hier definiert als Wert < 14 ng/ml) hatten. 1

In einer Studie mit 1605 Teilnehmenden wurde herausgefunden, dass der Abfall von Vitamin D um 10 ng/ml mit einem erhöhten Kariesrisiko von 15 % einherkommt. In dieser Studie werden weitere Studien zitiert, welche herausgefunden haben, dass bei einem Anstieg um 4 ng/ml ein 7%iger Rückgang von Karies verzeichnet werden konnte, während in der Gruppe mit den niedrigsten Vitamin-D-Werten (< 10 ng/ml) ein 2,48-fach häufigeres Kariesvorkommen gemessen wurde im Vergleich zu der Referenzgruppe mit Vitamin-D-Werten > 30 ng/ml. Ebenfalls wird in der Studie erwähnt, dass es bekannt ist, dass ein Vitamin-D-Mangel die Speichelsekretion und den Mineralisierungsprozess beeinflussen kann. 2

Ein weiterer super spannender Bereich ist die Auswirkung der Vitamin-D-Werte von Schwangeren auf das Kariesvorkommen bei ihren Kindern. Immer öfter wird festgestellt, dass ein Vitamin-D-Mangel bei der Mutter das Kariesrisiko bei den Kindern erhöht. Auch das wird wohl mit der Calcium- und Mineralisierungsverbindung zusammenhängen. 3

Gerade Kinder stehen in Zusammenhang zu Vitmain D in der Zahnmedizin aufgrund des erhöhten Kariesrisikos bei einem Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft der Mutter

 

Funktion von Vitamin D in der Parodontologie

Hier kann man ganz tief eintauchen, bis auf Zellebene und in Petrischalenexperimente. Wenn dich das interessiert, dann solltest du dir mein Buch anschauen, da findest du im Kapitel „Vitamin D in der Parodontitistherapie“ am Anfang den Fokus auf genau diesese Experiemente und deren Erkenntnisse.

Vitamin D wird von immer mehr Praxen in der Parodontitistherapie eingesetzt, weil es für sie eins der Schlüsselelemente der Nährstoffe ist, das gerade bei Patienten, bei denen es mit der rein mechanischen Therapie nicht so richtig läuft, hilft. Weil eben die Versorgungslage so schlecht und der zu betätigende Hebel hier so groß ist.

Vitamin D wirkt im Mundraum direkt antimikrobiell und antientzündlich. Die Zellen der Wurzelhaut sind in der Lage Vitamin D selbst zu aktivieren. Wenn sie das nicht können müssten, gäbe es diesen Weg nicht.

In vielfältigen Studien wurde aufgezeigt, dass PA-Patienten niedrigere Vitamin-D-Werte aufweisen als parodontal gesunde Patienten. Eine ursächliche Beziehung konnte bisher nicht bewiesen werden. Ebenfalls ist bisher unklar, ob die niedrigen Vitamin-D-Spiegel wegen eines hohen Verbrauchs bei einer chronischen Entzündung vorliegen, ob die niedrigen Vitamin-D-Spiegel die Entstehung einer PA begünstigen oder ob beides zutrifft. Ansätze gibt es für alle Richtungen, klar ist: Vitamin D in der Parodontitistherapie kann eine einfache, kostengünstige, effektive und schnelle Möglichkeit der Patientenunterstützung sein.

Viele Studien deuten darauf hin, dass Vitamin D eine einfache, sichere und kostengünstige therapeutische Strategie zur Behandlung von Parodontitis sein könnte.

Funktion von Vitamin D in der Oralchirurgie

Vitamin D ist in der Zahnmedizin besonders von Interesse wegen seiner Funktion im Calcium- und Knochenstoffwechsel. Aktives Vitamin D muss an die knochenaufbauenden Zellen binden, welche daraufhin das Protein Osteocalcin ausschütten, was nach einem Vitamin-K-abhängigen Aktivierungsvorgang Calcium in Form von Hydroxylapatit aufbaut, sodass es in den Knochen und Zähnen eingelagert werden kann. Diese Relevanz findet sich auch in der Parodontologie, aber vor allem in der Oralchirurgie wieder.

Denn wer kann Knochen aufbauen, wenn ihm die Bausteine dazu fehlen? Und damit ist nicht dein Knochenersatzmaterial gemeint, sondern die winzigen und doch elementaren Bausteine von innen – z.B. Calcium, Magnesium und eben Vitamin D.

Vitamin D in der Zahnmedizin ist besonders bekannt durch deine Funktion von Vitmain D im Knochenstoffwechsel

 

Darüber hinaus sorgt Vitamin D für die Produktion des antibakteriell wirkenden Peptids Cathelicidin. Diese Peptide fungieren als körpereigene Antibiotika, die nicht nur gegen Bakterien wirken, sondern auch die Gefäßneubildung und die Epithelisierung (Wundverschluss) fördern. Durch die Anregung von Vitamin D auf den Körper dieses Peptid zu bilden, spielt es eine wichtige Rolle im Schutz vor Wundinfektionen.

Versorgungslage von Vitamin D in Deutschland

Die Versorgungslage mit Vitamin D in Deutschland ist schlecht. Kann man leider nicht anders sagen.

Selbst nach den eher konservativen Referenzwerten des RKI sind durchschnittlich über das ganze Jahr gesehen über 60 % der Deutschen nur ausreichend mit Vitamin D versorgt. Nicht optimal, sondern gerade mal ausreichend. In diesem Blogartikel liest du mehr über die Referenzwerte von Vitamin D.

Min. 60 % sind also schlecht mit Vitamin D versorgt. Dann soll sich doch die hausärztliche Praxis darum kümmern denkst du? Könnte man meinen, klingt auch logisch – passiert aber leider nicht. Und keinen Arzt besucht der Mensch über sein Leben so regelmäßig wie den Zahnarzt.

Mit deinen neuen Erkenntnissen aus der Kariologie, Parodontologie und Oralchirurgie kannst du also nicht auf andere hoffen, die das Schiff schon schaukeln. Sondern musst es selbst in ruhiges Fahrwasser bringen.

Alltagsfreundliche Umsetzung von Vitamin D in der Zahnmedizin

Und zum Glück ist es gar nicht so schwer deine Patienten aus einer Vitamin-D-Mangelsituation rauszuholen, damit deine zahnmedizinische Behandlung nicht darunter leidet. Denn Vitamin D kann man gut im Blut messen.

Warum ich es nicht empfehle einen individuellen Blutwert mit einer pauschalen Dosierung zu empfehlen liest du in diesem Blogartikel: Pauschale Empfehlung von einer Vitamin D Dosierung in der Zahnmedizin bei einem individuellen Blutwert

Um den Vitamin-D-Wert deiner Patienten bestimmen zu lassen, hast du in der Zahnmedizin verschiedene Möglichkeiten.

→ Du sprichst die Empfehlung aus den Vitamin-D-Wert in der hausärztlichen Praxis messen und einstellen zu lassen.

→ Eine Apotheke in deiner Umgebung bietet einen Vitamin-D-Schnelltest an.

→ Du informierst deine Patienten über die Möglichkeit von Trockenbluttests.

→ Du misst selber in deiner Praxis über einen Schnelltest oder venöse Blutabnahme den Vitamin-D-Wert.

Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Im Detail besprechen wir genau sowas für deine Praxis in meinem Onlinekurs „Vitamin D in der Zahnmedizin“.

Meiner Erfahrung nach kommst du mit individuellen Dosierungen bei Vitamin D deutlich weiter als mit pauschalen Empfehlungen.

Wen betrifft denn Vitamin D in der Zahnmedizin?

Um überhaupt zu wissen, wen du in deiner Zahnarztpraxis auf das Vitamin D-Thema ansprechen solltest, ist es hilfreich zu wissen, welche Patientengruppen besonders häufig von einem Vitamin D-Mangel betroffen sind.

Lade dir jetzt für 0 € eine Übersicht mit den Risikogruppen für einen Vitamin-D-Mangel runter. Nach Eintragung deiner eMail-Adresse auf die Interessentenliste für meinen Onlinekurs „Vitamin D in der Zahnmedizin“ kannst du dir direkt das PDF runterladen und schauen, wer eine besonders hohe Wahscheinlichkeit für einen Vitamin-D-Mangel hat.

Katrin Kersting steckt hinter dem Unternehmen fein verwurzelt

Moin, ich bin Katrin!

Ich zeige Zahnarztpraxen, wie sie Ernährung in ihre Behandlung integrieren können – so beschreibe ich meinen Job zumindest meinen Freunden.

Genauer gesagt bin ich Ökotrophologin, Referentin und Autorin mit dem Schwerpunkt Mikronährstoffe in der Implantologie und Parodontologie.

Und du scheinst genauso interessiert an Mikronährstoffen zu sein wie ich – wie schön!

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