Sie ist eine sehr beliebte Variante, um den Vitamin D Wert des Patienten in der Zahnarztpraxis herauszufinden: Der Vitamin D Schnelltest. Die Vor- und Nachteile dieser Testmöglichkeit zeige ich dir in diesem Blogartikel und einen Tipp für die Abrechnung habe ich für dich auch mit dabei.

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Aber was ist denn überhaupt ein guter Vitamin-D-Wert?
Was ist ein guter Vitamin D-Wert? Und was ist ein schlechter? Die offiziellen Referenzwerte von der DGE und dem RKI werden von vielen Zahnmediziner:innen als nicht hilfreich angesehen. Bilde dir deine eigene Meinung anhand meiner Tabelle mit vielfältigen wissenschaftlichen Daten im Überblick – für 0 €.
Testmöglichkeiten von Vitamin D in der Zahnarztpraxis
Ein Vitamin D-Schnelltest ist eine von vielen Möglichkeiten, um den aktuellen Vitamin D Wert deines Patienten zu ermitteln. Warum das in der Zahnmedizin überhaupt ein Thema ist, habe ich in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.
Das sind deine Möglichkeiten um Vitamin D in der Zahnarztpraxis zu testen:
Vitamin D Test beim Hausarzt
Ganz klassisch über die reguläre Blutentnahme, aber Achtung! Auch hier ist Vitamin D keine Kassenleistung der GKV. Bei privat versicherten Patienten kann das je nach Versicherungstarif anders aussehen. Die Ermittlung des Vitamin D Tests kostet meistens zwischen 30 – 50 € und es dauert wie immer ein paar Tage bis der Wert vorliegt.
Vitamin D Test beim Labor
Auch das ist durchaus eine Möglichkeit, von der viele Menschen nicht wissen. Bei einigen Laboren ist es möglich, dass direkt vor Ort Blut abgenommen wird. Statt zur hausärztlichen Praxis geht man also zum Labor. Die Kosten und Dauer bis zu den Ergebnissen ist ähnlich wie bei der Hausärztin.
Vitamin D Test bei der Apotheke
Manche Apotheken bieten Schnelltests für Vitamin D vor Ort an. Auch diese sind keine Kassenleistung. Der einzige Unterschied zu einem Schnelltest in deiner Zahnarztpraxis ist, dass du ihn nicht machen musst. Aber demnach auch nicht die individuelle Supplementierungsdosis in der Hand hast und abrechnen kannst.
Trockenbluttests von Vitamin D
Gibt es freiverkäuflich und kann der Patient alleine durchführen. Über einen Stich mittels Einmallanzette in die Fingerbeere werden Blutstropfen auf ein bestimmtes Probenpapier getropft und in ein Labor geschickt. Die Ergebnisse kann man meistens 1 – 3 Wochen online abrufen.
Vitamin D Schnelltests aus der Drogerie
Sie kosten um die 10 €, der Patient macht den Test selber zu Hause und weiß was Phase ist? Leider nein, denn man bekommt genau das, was man bezahlt: Nicht viel. Und vor allem keine genaue Zahl, sondern einen Strich, den man mit denen auf der mitgekauften Skala vergleichen soll. Das ist nicht nur ungenau, sondern teils auch einfach gar nicht möglich, weil die farblichen Unterschiede schwierig zu erkennen sind.
Vitamin D Schnelltests in der Zahnarztpraxis
Über einen Pieks in die Fingerbeere mittels einer Einmallanzette wird ein Tropfen Kapillarblut aufgefangen, mit einer Lösung vermischt und auf einen Schnelltest aufgetragen. Diese Lösung darf 15 Minuten wirken, bevor der Test ausgelesen wird. Du kannst sofort mit dem Ergebnis weiterarbeiten (hin zu einer individuellen Dosierungsempfehlung – jetzt Blogbeitrag lesen) und wenn deine Patientin die Praxis verlässt hat sie von dir einen genauen Plan, was als nächstes passiert. Klingt erstmal super, oder? Aber auch diese Variante hat ihre Vor- und Nachteile.
Blutentnahme in der Zahnarztpraxis
Wenn du und dein Team dementsprechend aufgestellt und ausgebildet seid, könnt ihr natürlich auch selber Blut abnehmen und ins Labor schicken. Vielleicht macht ihr das sowieso schon, dann kann Vitamin D natürlich einfach mit getestet werden.

Funktionsweise von einem Schnelltest
Mittels Kapillarblut wird der aktuelle Vitamin D Wert ermittelt und kann schon nach 15 Minuten abgelesen werden. Das Auslesen passiert entweder über eine App auf dem Praxissmartphone oder mittels eines Auslesegeräts.
Das Prinzip ist immer gleich: Je stärker der Teststreifen ausgeprägt ist, desto mehr Vitamin D ist in der Probe enthalten. Mittels dieser optischen Dichtemessung kann ein konkreter Vitamin D Wert ermittelt und ausgegeben werden.
Genauigkeit der Schnelltests
Die Genauigkeit der Schnelltests schwankt. Je nach Anbieter und Gerät werden in der Gebrauchsinformationen Schwankungen von bis zu 30 % im Vergleich zum Labor angegeben. Das klingt erstmal enorm viel, ich möchte dir aber ein Beispiel zeigen:
Mittels eines Schnelltests hast du in deiner Zahnarztpraxis bei deinem Patienten einen Vitamin D Wert von 16 ng/ml ermittelt. Bei einer 30 %igen Abweichung liegt der Wert zwischen 11,2 – 20,8 ng/ml. So oder so ist dein Patient nicht ausreichend versorgt und der Wert könnte optimiert werden. Die Abweichung ist nicht schön, aber auch nicht katastrophal. Das sieht bei den höheren Serumwerten schon anders aus.
Dein Patient hat einen ermittelten Wert von 60 ng/ml. Bei einer 30 %igen Abweichung liegt der Wert zwischen 42 – 78 ng/ml. Das ist schon krasser.
Zum Glück gibt es nicht nur Geräte mit einer Ungenauigkeit von bis zu 30 %, sondern auch mit einer Genauigkeit um die 98 %.
Die valideste Variante ist und bleibt das Labor. Obwohl es auch hier verschiedene Möglichkeiten gibt den Vitamin D Wert zu ermitteln, was die Vergleichbarkeit der Werte untereinander erschwert. Solltest du also mit Laborwerten arbeiten, achte darauf, dass die Folgemessung beim selben Labor stattfindet.
Auslesegeräte für Vitamin D Schnelltests
Bei den Auslesegeräten von Schnelltests gibt es verschiedene Varianten.
Die VHC-Reader, auch genannt Cubes, können in der Regel nur Vitamin D Tests auslesen, manchmal auch den HbA1c-Wert. Die Kosten liegen bei diesen Geräten zwischen 400 – 600 €. Die Tests für diese Art von Geräten kosten ca. 13 – 20 € pro Test.
Größere oder andersartige Analysegeräte können neben Vitamin D auch weitere Biomarker testen. Die Kosten für diese Geräte liegen zwischen 350 – 5.000 €. Die Kosten für die Vitamin D Schnelltests liegen bei diesen Geräten zwischen 10 – 15 €.
Vor- und Nachteile von Vitamin D Schnelltests in der Zahnarztpraxis
Der Nachteil von Vitamin D Schnelltests in der Praxis ist die Ungenauigkeit, sofern du eine Auslesevariante mit höherer Abweichung vor Ort hast. Leider wird mir auch immer wieder von überhaupt nicht stimmenden Werten bei bestimmten Gerätemarken von meinen Partnerpraxen berichtet. Du solltest also wirklich darauf achten, auf ein zuverlässige Auslesemöglichkeit zurück zu greifen, wenn du den Tests selbst durchführen willst. Meine Erfahrung zu zuverlässigen und unzuverlässigen Geräten teile ich in meinem Onlinekurs „Vitamin D in der Zahnmedizin“ mit dir.
Ein weiterer Nachteil kann sein, dass du das Gefühl hast, dass die Tests in deiner Praxis nicht durchgeführt werden können. Zum Beispiel, weil ihr dafür keine Zeit habt, das Team nicht entsprechend aufgestellt ist oder du meinst, dass das nichts für deine Patienten ist. Leider ist es nicht garantiert, dass du mit der externen Testung weniger Aufwand hast, da es mit hausärztlichen Praxen und Apotheken erfahrungsgemäß leider immer wieder zu Diskussionen kommt.

Die Vorteile von Vitamin D Schnelltests in der Praxis sind meiner Meinung nach ziemlich stark. Der Ist-Wert von Vitamin D liegt innerhalb von 15 Minuten vor. Eine erneute Kontaktaufnahme zum Patienten ist nicht notwendig, schließlich kann der Test chairside stattfinden und der Patient ist noch da. Als Zahnärztin│Zahnarzt kannst du sofort die individuelle Supplementierungsdosis für Vitamin D mittels einen Vitamin D Rechners berechnen und dem Patienten aufschreiben. Du kannst mehrere empfehlenswerte Supplemente nennen, sodass dein Patient auch in diesem Bereich eine Orientierung hat. Der Weg ist für alle Seiten klar, leicht zu dokumentieren und mit wenig Arbeitsaufwand verbunden, da alles in einem Rutsch durchgeführt wird. Wenn du den Vitamin D Schnelltest in deiner Praxis machst, kannst und musst du ihn natürlich auch abrechnen, dazu gleich mehr.
Ein weiterer Vorteil ist, dass du nicht in Diskussionen mit externen Stellen kommst. Denn auch das ist leider immer wieder ein Thema, wenn man mit Vitamin D in der Zahnarztpraxis startet und erstmal extern testen lässt. Das kann super funktionieren, ist aber leider nicht die Regel. Unangenehme Gespräche und Auseinandersetzungen am Telefon mit der hausärztlichen Praxis sind keine Seltenheit. Das kommt vor allem daher, dass es viele Unsicherheiten bei den Referenzwerten zu Vitamin D (jetzt Blogbeitrag lesen) gibt. Das nötige Wissen und deine Erfahrungen, die du nach einiger Zeit gesammelt hast, helfen dir hier standfest und sicher aufzutreten. Das berichten auch die Absolvent:innen meines Onlinekurses „Vitamin D in der Zahnmedizin“.
Abrechnung des Vitamin D Schnelltests in der Zahnarztpraxis
Ich bin keine Abrechnungsexpertin, ich bin Ökotrophologin. Demnach verlasse ich mich hier auf Aussagen von Expert:innen. Und da Vitamin D-Schnelltests keine Kassenleistung sind, empfehlen diese einen eben solchen Test anlaog zu berechnen.
In meinem Onlinekurs „Vitamin D in der Zahnmedizin“ zeigt dir meine Kollegin Sandra Rauh, Abrechnungsfuchs dann nicht nur wie der Tests bei dir in der Praxis wirtschaftlich abgerechnet werden kann, sondern auch wie du abrechnest, wenn die Testung extern vorgenommen wurde, du aber die Beratung übernimmst. Hier kannst du dich auf die Interessentenliste für den Kurs eintragen, ich öffne die Anmeldung in der Regel zweimal im Jahr.
Schnelltest in der Praxis – ja oder nein?
Diese Entscheidung darfst du selbst treffen, du hast hier nun einige Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, warum das eine gute oder nicht ganz optimale Idee für deine Praxis sein kann. Ich habe mit allen genannten Varianten des Vitamin D Tests verschiedene Erfahrungen berichtet bekommen, sowohl positive als auch negative. Der Vitamin D Schnelltests ist für viele Praxen auf jeden Fall die gängigste Wahl. Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest.
Denn eins ist klar: Die Versorgungslage mit Vitamin D (Blogbeitrag öffnen) ist in Deutschland so schlecht, dass es immer besser ist etwas zu tun, als das Thema zu ignorieren.
Vitamin D in der Zahnmedizin
Aber was ist denn überhaupt ein guter Wert?
Was ist ein guter Vitamin D-Wert? Und was ist ein schlechter? Die offiziellen Referenzwerte von der DGE und dem RKI werden von vielen Zahnmediziner:innen als nicht hilfreich angesehen. Bilde dir deine eigene Meinung anhand meiner Tabelle mit vielfältigen wissenschaftlichen Daten im Überblick – für 0 €.
Trage dich unverbindlich auf die Interessentenliste für meinen Onlinekurs „Vitamin D in der Zahnmedizin“ ein und lade dir direkt im Anschluss die Tabelle als PDF runter.