Katrin Kersting │0163 2161183 │ moin@feinverwurzelt.de │ Grasberg, Niedersachsen

Pauschale Empfehlung von einer Vitamin D Dosierung in der Zahnmedizin bei einem individuellen Blutwert

Wir alle wollen es: Eine einfache, klare, günstige Möglichkeit mit wenig Aufwand in der Umsetzung. Das Problem dabei ist, dass es für komplexe Probleme keine einfachen Lösungen geben kann. Und nicht alle Attribute gleichzeitig funktionieren. Auch wenn wir bei Vitamin D in der Zahnmedizin schon verdammt nah rankommen.

Kann Vitamin D in der Zahnmedizin pauschal empfohlen werden?

Gründe für Vitamin D in der Zahnmedizin

Vitamin D bekommt in der Zahnmedizin immer mehr Aufmerksamkeit und das hat zwei Gründe:

1. Die Versorgungslage

2. Seine Funktion

Versorgungslage von Vitamin D in Deutschland

Hier brauchen wir nicht lange drum rumreden, denn die Versorgung mit Vitamin D in Deutschland ist einfach schlecht. Mindestens 60 % sind dauerhaft mit Vitamin D unterversorgt. Das hat vielfältige Gründe.

Zum einen ist die Versorgungslage in Deutschland so schlecht, weil wir ziemlich viele Gruppen an Menschen haben, die ein besonders hohes Risiko für einen Vitamin D Mangel aus verschiedensten Gründen haben.

Es liegt daran, dass die Sonne nur saisonal und unter bestimmten Bedingungen für eine sehr gute Vitamin D Produktion geeignet ist und sie aber leider doch immer noch die Hauptquelle für die meisten Menschen in Deutschland darstellt.

Die Vitamin D Blutwerte sind ebenfalls so schlecht, da in Deutschland nur sehr wenig Lebensmittel mit Vitamin D angereichert werden dürfen. Und weil die empfohlene Tagesdosis für Vitamin D in Deutschland sehr niedrig ist. Und an x und an y und an z, ich könnte noch lange weiter machen. Die Frage ist aber ja eher: Wie lösen wir das Problem für dich in der Zahnmedizin?

Funktion von Vitamin D in der Zahnmedizin

Vitamin D in der Zahnmedizin ist immer stärker ein Thema, da durch die schlechte Versorgungslage die Funktionen von Vitamin D eingeschränkt sein können. Das macht sich in der Zahnmedizin vor allem im Knochenstoffwechsel und im Immunsystem bemerkbar.

Natürlich kann man die Funktion von Vitamin D ganz dezidiert biochemisch darlegen, ich habe dir hier übersichtshalber einmal die wichtigsten Effekte von Vitamin D in der Zahnmedizin einmal grob zusammengefasst.

Im Knochenstoffwechsel ist Vitamin D in der Zahnmedizin logischer Weise vor allem in der Oralchirurgie, aber auch in der Parodontologie von Bedeutung. Aktives Vitamin D muss an die Osteoblasten binden, damit Calcium in Form von Hydroxylapatit überhaupt aufgebaut und eingelagert werden kann. Niemand kann einen Turm bauen, wenn ihm die Bausteine dazu fehlen. Ebenfalls braucht der Körper erstmal Vitamin D um das Calcium aus dem Darm in die Blutlaufbahn aufzunehmen. Bei Vitamin D Werten unter 30 ng/ml wird Calcium zu dem verringerten Prozentsatz von 10 -15 % aufgenommen, statt der regulären 30 – 40 %.

Im Immunsystem ist Vitamin D für die Zahnmedizin besonders spannend, da es lokal antimikrobiell und antientzündlich wirkt. Vitamin D sorgt ebenfalls für die Prodiktion des Proteins Cathelicidin, was im Körper einerseits als natürliches Antibiotikum wirkt, andererseits aber auch für die Gefäßneubildung und Epithelisierung fördert. Unsere Immunzellen benötigen bei der Erregerbekämpfung erstmal aktives Vitamin D, bevor sie ihre Aktivierungskaskade starten können, Vitamin D kann in der Zahnmedizin also auch zur Krankheitsprophylaxe im Team genutzt werden.

Du siehst, die Funktionen von Vitamin D in der Zahnmedizin sind vielfältig. Und da es eben auch immer mehr Studien gibt, die messbare Verbindungen zwischen Vitamin D und Taschentiefen, Attachmentverlust, Osseointegration von Implantaten und Augmentaten gibt, arbeiten immer mehr Zahnarztpraxen mit optimierten Vitamin D Werten.

Vitamin D Werte optimieren

Wegen der schlechten Versorgungslage und ihrer Auswirkung auf die Funktion von Vitamin D in der Zahnmedizin arbeiten immer mehr Zahnarztpraxen mit optimierten Vitamin D Werten. Ist so einfach gesagt, aber ist es auch einfach umgesetzt?

Pauschale Empfehlung von Vitamin D

Hier kommen wir zurück zu unserer schönen-einfachen-günstigen-schnellen Lösung – die man versucht zu kriegen, wenn man pauschale Dosierungsempfehlungen für Vitamin D ausspricht. Und ich bin da gar nicht per se dagegen, es gibt durchaus Situationen, in denen diese Variante besser ist als eine andere.

Eine pauschale Dosierungsempfehlung ist besser als das Thema zu ignorieren.

Die Versorgungslage ist so schlecht, da ist es immer besser etwas zu tun, als das Thema zu ignorieren. Es ist der erste kleine Schritt, den du mit Vitamin D in der Zahnmedizin machen kannst und wie gesagt, er ist besser als nichts. Wenn das die einzige Möglichkeit bei dir in der Praxis ist, was bei Personalmangel bspw. auf jeden Fall nachvollziehbar ist, dann kannst du dich an folgender Faustformel orientieren:

40 – 60 IE Vitamin D pro Kilogramm Körpergewicht

So ist die pauschale Empfehlung zumindest etwas individualisiert. Diese Größenordnung gilt für die Erhaltungsdosis von einem guten Vitamin D Wert. Wie du einen guten Vitamin D Wert definieren kannst, findest du in diesem Blogartikel.

Eine pauschale Empfehlung kann für manche Patienten vollkommen ausreichend sein. Und für andere überhaupt nicht. Für wieder andere ist sie vielleicht zu viel. Das weißt du aber erst, wenn du den Blutwert von Vitamin D ermittelst.

Individuelle Empfehlung von Vitamin D

Für eine individuelle Supplementierungsdosis musst du zuerst den aktuellen Ist-Wert wissen.

Nur, wenn du den aktuellen Blutwert von Vitamin D weißt, kannst du auf Basis dessen eine individuelle Dosierung ermitteln. Was es für Messmöglichkeiten mit ihren verschiedenen Vor- und Nachteilen gibt, findest du in meinem Buch oder Onlinekurs zu Vitamin D in der Zahnmedizin.

Mit dem aktuellen Wert von Vitamin D, dem Körpergewicht und einem Zielwert kannst du mittels Vitamin D Rechner im Internet ganz einfach eine individuelle Dosierungsempfehlung ermitteln.

Stell‘ dir mal vor, du hast einen Patienten mit einem höheren Körpergewicht und einem sehr niedrigen Vitamin D Wert. Meinst du bei ihm ist die gleiche Menge an Vitamin D genauso hilfreich wie bei einer Frau mit niedrigem Körpergewicht und einem Vitamin D wert, der ganz okay ist?

Am effektivsten ist Vitamin D in der Zahnmedizin, wenn die Blutwerte individualisiert behandelt werden.

Um effektiv die Vitamin D Werte zu verbessern und nicht ins Blaue hinein einfach mal irgendeine Menge zu supplementieren, solltest du immer vorher messen. Was du für dich selbst tust liegt in deiner persönlichen Verantwortung. Aber was du bei deinen Patienten tust, liegt in deiner beruflichen und medizinisch ethischen Verantwortung, mit der du in allen anderen Bereichen ja auch nicht nachlässig umgehst. Warum solltest du es dann also bei Vitamin D tun?

Pauschale Empfehlungen bringen dich bei Vitamin D nicht zum Ziel

Die offiziellen Institutionen in Deutschland geben pauschale Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen raus. Und diese sind als Anfang sinnvoll für Laien, die keine weiteren Orientierungspunkte in diesem Bereich haben. Aber man darf auch nicht vergessen, wofür diese Empfehlungen gemacht sind: Sie sind so konzipiert, dass 95 % der gesunden Menschen bei der pauschalen Einnahme von 800 IE nicht in einen Vitamin D Mangel rutschen sollten. Sie sind nicht für medizinisch therapeutische Zwecke gedacht. Und sie sind auch nur für gesunde Menschen aufgerufen. Aber ist jemand mit einer Parodontitis denn wirklich ein gesunder Mensch?

Die schöne-einfache-günstige-schnelle Lösung gibt es bei Vitamin D in der Zahnmedizin. Sobald der Ablauf klar ist und du ein paar Entscheidungen getroffen hast, ist es mit Vitamin D in der Zahnmedizin so einfach wie mit keinem anderen Mikronährstoff. Wenn du auf deinem Weg dorthin Unterstützung brauchst, schaue dir mein Buch oder Onlinekurs zu dem Thema an.

Katrin Kersting steckt hinter dem Unternehmen fein verwurzelt

Moin, ich bin Katrin!

Ich zeige Zahnarztpraxen, wie sie Ernährung in ihre Behandlung integrieren können – so beschreibe ich meinen Job zumindest meinen Freunden.

Genauer gesagt bin ich Ökotrophologin, Referentin und Autorin mit dem Schwerpunkt Mikronährstoffe in der Implantologie und Parodontologie.

Und du scheinst genauso interessiert an Mikronährstoffen zu sein wie ich – wie schön!

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